Familienkonzert mit der Deutschen Streicherphilharmonie

„Keine Angst vor dem 20. Jahrhundert“

Vor 40 Jahren als Festivalorchester in der damaligen DDR gegründet, vom Rundfunk der DDR als Rundfunk-Musikschulorchester (RMO) unter Leitung von Helmut Koch übernommen und von den Dirigenten Herbert Kegel und Wolf-Dieter Hauschild weitergeführt, übernahm 1991 der Verband deutscher Musikschulen (VdM) die Trägerschaft des nunmehr bundesweit rekrutierenden jungen Spitzenensembles, das sich zuvor in Deutsches Musikschulorchester (DMO) umbenannt hatte. Nach Jörg-Peter Weigle, dem ersten Dirigenten des gesamtdeutschen Ensembles, reichte Hanns-Martin Schneidt den Taktstock 2003 an Michael Sanderling weiter. Seit 2004 ist das Orchester als Deutsche Streicherphilharmonie (DSP) bekannt, das vom aktuellen Chefdirigenten Wolfgang Hentrich seit 2013 geleitet wird.

In der DSP, dem jüngsten Bundesauswahlorchester, werden die Spitzentalente unter den Streichinstrumentalisten der Musikschulen vereint. Die jungen Musiker im Alter von 11 bis 19 Jahren haben sich über ein Probespiel für die Mitwirkung im Orchester qualifiziert und treffen sich mehrmals im Jahr zu Probenphasen und Konzertreisen.

Von Beginn an begleiten Mitglieder des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin (RSB), dem Patenorchester der DSP, die musikalische Arbeit des Orchesters als Dozenten für die einzelnen Stimmgruppen. Dies sind seit vielen Jahren Bodo Przesdzing (Erste Violine), Karin Kynast (Zweite Violine), Claudia Beyer (Viola), Volkmar Weiche (Violoncello) und Axel Buschmann (Kontrabass). Dieser segensreichen Kontinuität ist unter anderem der charakteristische, überaus homogene Klang des Ensembles zu verdanken.

Als Ort intensiver, musikalischer Jugendbildung ist das junge Spitzenensemble eine Wiege des engagierten und qualifizierten Berufsmusiker-Nachwuchses für Spitzenorchester und Solistenkarrieren. Viele ehemalige Mitglieder spielen inzwischen in namhaften Orchestern wie den Wiener Philharmonikern, den Münchner Philharmonikern, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, der Sächsischen Staatskapelle Dresden oder dem Metropolitan Opera Orchestra New York.

Mit Erfolg hat sich die DSP namhafte Konzertbühnen erobert. Das Bundesauswahlorchester war im Konzerthaus Berlin, in der Berliner Philharmonie, im Gewandhaus zu Leipzig, in der Alten Oper Frankfurt, in der Kölner Philharmonie, in der Essener Philharmonie und in Konzertsälen zahlreicher anderer Städte in Deutschland zu Gast. Zudem traten die jungen Künstler unter anderem bei den Händelfestspielen in Halle, beim Internationalen Bachfest in Leipzig, bei den Dresdner Musikfestspielen, bei Young Euro Classic in Berlin und auf der EXPO Hannover auf. Nachhaltigen Eindruck hinterließ das Ensemble auch bei seinen zahlreichen Auslandstourneen in Polen, Norwegen, China, Montenegro, Ecuador und weiteren Ländern. Die DSP arbeitet mit bekannten Gastdirigenten wie Marek Janowski und Gerd Albrecht (†) sowie herausragenden Instrumentalvirtuosen wie Julia Fischer, Sabine Meyer und Daniel Hope zusammen. Regelmäßig werden mit Deutschlandradio Kultur Konzertmitschnitte und Studioaufnahmen produziert, bisher sind 13 CDs entstanden.

Die DSP ist Träger des Sonderpreises 1998 zum Deutschen Kinderkulturpreis und wird gefördert durch die envia Mitteldeutsche Energie AG und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

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Künstler
Deutsche Streicherphilharmonie
Dirigent: Wolfgang Hentrich

Programm
Péteris Vasks (*1946)

„Viatore“

Dmitri Schostakowitsch (1906-1975)

Kammersonifonie für Streichorchester Nr. 8 op. 110

Grażyna Bacewicz (1909-1969)

Konzert für Streichorchester


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