Knobelsdorff-Ensemble Berlin

8. Kammerkonzert 2011/12

Die „Staatsoper Unter den Linden“ ist die musikalische Heimat der Mitglieder des Knobelsdorff-Ensembles Berlin. Musiziert wird in unterschiedlichsten Instrumentalbesetzungen, vorrangig in der Besetzung Streicher und Klavier.

 

Georg Wenzelslaus von Knobelsdorff war Architekt. Im Auftrag Friedrichs des II. begann Knobelsdorff im Juli 1741 mit dem Bau der „Königlichen Hofoper“. Bereits am 7. Dezember 1742 – noch vor der offiziellen Fertigstellung im Jahre 1743 – wurde das Haus mit Carl Heinrich Grauns Oper „Cleopatra e Cesare“ musikalisch eingeweiht. Die Wurzeln der heutigen „Staatskapelle Berlin“ reichen bis in das 15. Jahrhundert zurück: Erwähnt wird sie erstmals 1570 als „Kurfürstliche Hofkapelle“ und später als „Königliche Kapelle“. Nach dem Zusammenbruch des Kaiserreichs wurde die Oper 1918 in „Staatsoper Unter den Linden“ und das Ensemble in „Kapelle der Staatsoper“ umbenannt. Viele bedeutende Kapellmeister standen am Pult des Opernhauses, u.a. Gaspare Spontini, Giacomo Meyerbeer, Felix Mendelssohn Bartholdy, Richard Strauss, Wilhelm Furtwängler, Otto Klemperer, Bruno Walter und Herbert von Karajan. Mit Daniel Barenboim, der 1992 als Generalmusikdirektor und im Jahre 2000 zum Chefdirigent auf Lebenszeit ernannt worden ist, hat sich die Lindenoper nicht nur im Berliner Musikleben sondern auch international als Opernhaus mit Weltruf etabliert. Neben den Opern- und Ballett-aufführungen, Sinfoniekonzerten, Auslandsgastspielen der Staatskapelle gehört die Pflege der Kammermusik zur guten Tradition. Viele Kammermusikensembles haben sich aus der Staatskapelle heraus entwickelt und künden von der Spielfreude und Musikalität der Musiker, die zu den Besten des Landes gehören. Das Knobelsdorff-Ensemble ist noch eine recht junge Kammermusikformation. Die Lust am Auffinden und Aufführen selten gespielter Werke in variablen Besetzungen verbindet die Musiker vom Knobelsdorff-Ensemble Berlin. Das Klavierquintett der französischen Komponistin Louise Farrenc (1804-1875) ist eine solche Entdeckung.

Knobelsdorff-Ensemble Berlin

Petra Schwieger , Tobias Sturm – Violine
Boris Bardenhagen – Viola
Werner Klemm – Violoncello
Alf Moser – Kontrabass
Lora Dimitrova – Klavier
Peter Schubert – Trompete

Programm
Louise Farrenc
Quintett Nr. 1 op. 30 für Klavier, Violine, Viola, Violoncello und Kontrabass
Camille Saint-Saëns
Septett für Trompete, 2 Violinen, Viola, Violoncello, Kontrabass und Klavier

PAUSE
Josef Suk
Meditation über den alten tschechischen Choral „St. Wencelslaus“ für Streichquintett
Antonin Dvorák
Streichquintett G-Dur op.77