2. Kammerkonzert 2026/27

Lea & Esther Birringer, Violine und Klavier

Duo Violine und Klavier

Die Schwestern Esther und Lea Birringer erregten 2011 internationale Aufmerksamkeit, als sie als Duo direkt nacheinander die renommierten Kammermusikwettbewerbe Premio Vittorio Gui in Florenz und Concorso Internazionale di Musica da Carme Città di Pinerolo gewannen, letzteren mit einem Sonderpreis für die beste Brahms-Interpretation. „Künstlerisch sind die beiden schönen Schwestern eine Wucht“, schrieb Concerti – ein Urteil, das ihre musikalische Strahlkraft eindrucksvoll belegt.

Die gemeinsame Diskografie ist geprägt von künstlerischer Neugier, dramaturgischer Klarheit und einem farbenreichen Klangideal. Das Duo-Debütalbum mit Sonaten von Szymanowski, Hindemith und Respighi wurde begeistert aufgenommen – „Den Namen Birringer muss man sich merken“, hieß es beim WDR. Mit den bei Rubicon Classics veröffentlichten Folgealben Lifelines (2018) und Di tanti palpiti (2019), letzteres für die ICMA Awards sowie den Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert, festigten die Schwestern ihren Ruf als musikalische Einheit höchster Güte.

Esther Birringer (© Michaela Fandel)

Schon im Alter von drei Jahren entdeckte Esther Birringer ihre Leidenschaft für das Klavier; mit sechs Jahren debütierte sie bereits als Solistin mit Orchester. Dieser frühe Beginn markierte den Start einer außergewöhnlichen künstlerischen Laufbahn, die sie zu Studien an die Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover sowie an die Universität der Künste Berlin führte. Ihre Wettbewerbserfolge ließen die Musikwelt aufhorchen. Besonders ihre Affinität zu J.S. Bach manifestierte sich im Gewinn des 6. Internationalen Klavierwettbewerbs Johann Sebastian Bach in Würzburg. Weitere Preise und Auszeichnungen beim Internationalen Grieg Klavierwettbewerb in Oslo, beim Wettbewerb der Chopin-Gesellschaft Hannover, beim ZF Musikpreis sowie beim Deutschen Musikwettbewerb unterstreichen ihre außergewöhnliche künstlerische Handschrift. Als vielseitige Solistin überzeugt Esther Birringer in führenden Sälen wie der Kölner Philharmonie, dem Konzerthaus Berlin, der Münchner Residenz und der Laeiszhalle Hamburg. Mit ihren „ebenso poetischen wie durchstrukturierten, farbenreich und brillant gespielten Interpretationen“ (Pizzicato) ist sie geschätzter Gast bei renommierten Festivals wie den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem MDR Musiksommer, dem Bachfest Leipzig, dem Festival Lugano Musica und dem Maggio Musicale Fiorentino. Dabei arbeitet sie mit namhaften Klangkörpern zusammen, darunter die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, das Brandenburgische Staatsorchester Frankfurt-Oder, das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, die Münchner Symphoniker und das Orchestre Colonne Paris.

Ihr Debütalbum Once Upon A Time (2021) wurde vom US-Magazin Fanfare als eine der besten Klavier-CDs des Jahres gefeiert. Das Folgealbum Debussy (2022) begeisterte die Kritik durch „malerische Intensität“ (Piano News). Ihr aktuelles Album Spectrum (März 2026) beleuchtet ihre stilistische Vielseitigkeit und macht ihren persönlichen Blick auf Musik als farbiges Prisma erfahrbar.

Neben ihrer Konzerttätigkeit widmet sich Esther Birringer mit großer Hingabe der Ausbildung der nächsten Generation. Nach ihrer Lehrtätigkeit an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden unterrichtet sie aktuell an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt und gibt weltweit Meisterkurse.

 

Lea Birringer (©Uschi Schmidt)

„Neugier und Faszination, etwas zu entdecken“ – mit diesen Worten hebt das Fono Forum die besonderen Wesenszüge von Lea Birringer hervor, die sich als Künstlerin international einen Namen gemacht hat. Das Magazin würdigt sie als „brillante Geigerin, die neben beeindruckenden manuellen Fähigkeiten eine Expressivität anzubieten hat, die zu fesseln vermag“. Als „eine der talentiertesten Geigerinnen ihrer Generation“ (Pizzicato) verbindet sie in ihrem Spiel laut BBC Music Magazine „Elan und Präzision“.

Bereits als Jungstudentin erregte Lea Birringer mit ihrem Debüt in der Berliner Philharmonie Aufsehen. Nach ihrem Studium bei Igor Ozim am Mozarteum Salzburg und Pavel Vernikov in Wien hat sie sich als international gefragte Solistin etabliert. Heute arbeitet sie mit renommierten Klangkörpern zusammen, darunter das Borusan Istanbul Philharmonic Orchestra, die Polska Filharmonia Bałtycka, das Orchestra Sinfonica di Roma, die Deutsche Radio Philharmonie, die Staatskapelle Weimar, die Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz sowie die Staatskapelle Halle. Höhepunkte der letzten Jahre waren Auftritte bei Festivals wie den Salzburger Festspielen, dem MDR Musiksommer, dem Festival Alfredo de Saint Malo in Panama, dem Davos Festival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und dem Festival Lugano Musica.

Konzerte führten die Gewinnerin des 15. Internationalen Johannes Brahms Wettbewerbs unter anderem in den Musikverein Wien, das Konzerthaus Berlin, die Kölner Philharmonie, die Laeiszhalle Hamburg, den Gasteig München und in den Pariser Louvre. In Anerkennung ihrer Erfolge wurde ihr der Kulturpreis des Stadtverbandes Saarbrücken verliehen. Weiterhin war Lea Birringer langjährige Stipendiatin der Deutschen Stiftung Musikleben.

Als leidenschaftliche Kammermusikerin ist sie mit Künstlern wie Igor Levit, Wen-Sinn Yang, Julian Steckel, Eszter Haffner und Barbara Bonney aufgetreten.

2019 erschien bei Rubicon Classics das Album Di tanti palpiti, das Nominierungen bei den International Classical Music Awards sowie beim Preis der Deutschen Schallplattenkritik erhielt. Das 2021 veröffentlichte Soloalbum Transformation spannt einen Bogen von J. S. Bach bis Lera Auerbach und legt laut SR Kultur „die Reife ihrer Kunst offen“. Auch dieses Album wurde für die International Classical Music Awards und den Opus Klassik nominiert. 2022 erschien eine Aufnahme mit den Violinkonzerten von Felix Mendelssohn Bartholdy und Christian Sinding. Das amerikanische Fanfare Magazine würdigte Lea Birringer hier als Interpretin, die „sowohl über eine bemerkenswerte emotionale Ausdrucksstärke als auch eine herausragende technische Meisterschaft verfügt“. Ihr jüngstes Album mit den Violinkonzerten von Sibelius und Szymanowski, in Koproduktion mit SWR Kultur entstanden, wurde 2025 im BBC Music Magazine als Concerto Choice ausgezeichnet.

Neben ihrer Konzerttätigkeit widmet sich Lea Birringer auch der Lehre: Sie unterrichtete an der Haute École de Musique de Lausanne (Sion) sowie an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar, war Gastdozentin an der Accademia d’Archi Arrigoni in Italien und gibt regelmäßig Meisterkurse in Europa, Lateinamerika und den USA. Seit 2024 ist Lea Birringer Professorin an der Hochschule für Musik Würzburg.

KÜNSTLER

Lea Birringer, Violine
Esther Birringer, Klavier

Programm
Amanda Röntgen-Maier (1853-1894)

aus "6 Stücke für Violine und Klavier"

Edvard Grieg (1843-1907)

Sonate Nr. 2 G-Dur, op. 13
für Violine und Klavier
1. Lento doloroso
2. Allegro vivace
3. Allegretto tranquillo
4. Allegro animato

PAUSE

Clara Schumann (1819-1896)

Drei Romanzen, op. 22
1. Andante molto
2. Allegretto
3. Leidenschaftlich schnell

Amanda Röntgen-Maier (1853-1894)

Sonate h-Moll, op. 6
für Violine und Klavier
1. Allegro
2. Andantino - Allegretto, un poco vivace
3. Allegro molto vivace


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