3. Kammerkonzert 2026/27

Jonathan Weigle and friends

Raphaël Schenkel, Jonathan Weigle & Caspar Frantz

 

Jonathan Weigle ist gleichermaßen als Solist, Kammer- und Orchestermusiker auf internationalen Bühnen erfolgreich. Er ist ein geschätzter Kammermusikpartner von Musikern wie Antje Weithaas, Christian Ihle Hadland oder dem Armida Quartett und spielt zudem in festen Formationen wie dem SOTA-Klaviertrio und dem APERTO PIANO QUARTETT. So konnte ihn das Neuenhagener Publikum bereits in diesen Kammermusikformationen erleben.

Jonathan Weigle (©Adam Markowski)

Seit 2015 ist er Solocellist des Kölner Kammerorchesters und in derselben Funktion regelmäßig im City of Birmingham Symphony Orchestra, im Malaysian Philharmonic Orchestra, im Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks, im Royal Philharmonic Orchestra London und im Orchestre de Chambre de Paris tätig. Weiterhin gastierte er beim Gewandhausorchester Leipzig oder dem Mahler Chamber Orchestra.
Einen künstlerischen Schwerpunkt legt er seit jeher auf das kammermusikalische Spiel. So absolvierte er parallel zu seinem Cellostudium bei Josef Schwab und Troels Svane an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin ein Kammermusikstudium bei Ralf Gothoni an der Escuela Superior de Música Reina Sofía in Madrid.

In der Kategorie Cello-Klavier-Duo wurde er 2010 beim Felix Mendelssohn Bartholdy Hochschulwettbewerb ebenso ausgezeichnet wie 2013 bei der Vergabe des Hanns-Eisler-Preises für Komposition und Interpretation zeitgenössischer Musik.

Solistisch war er unter anderem im Rahmen der SommerMusikAkademie Schloss Hundisburg mit Brahms’ Doppelkonzert sowie mit dem Echo Ensemble für Neue Musik zu hören.

Jonathan Weigle wuchs in einer Berliner Musikerfamilie auf und spielt seit seinem fünften Lebensjahr Cello. Als Jugendlicher war er bereits Mitglied und Solist bei der Jungen Philharmonie Brandenburg – eine Erfahrung, die seine Entscheidung, eine professionelle Laufbahn einzuschlagen, maßgeblich prägte. Heute setzt er sich umgekehrt für die musikalische Förderung von Kindern und Jugendlichen ein. In den Jahren 2019 und 2020 wurden Meisterkurse und Workshops an Schulen im Rahmen des SOTA Music Festivals in Indien und in Shenzhen/China durchgeführt. 2021 unterrichtete Jonathan Weigle internationale Cellostudenten im Rahmen der Orchestra Academy des Mahler Chamber Orchesters.

 

Raphaël Schenkel (©Rudolf Löric)

Raphaël Schenkel ist Solobassklarinettist bei den Bremer Philharmonikern, Professor für Klarinette an der University for the Arts CODARTS in Rotterdam und künstlerischer Leiter des Festivals „Klang-Labor Hechingen“. Seit 2017 ist er Mitglied des renommierten Lucerne Festival Orchestra. Darüber hinaus verfügt er über langjährige Orchestererfahrung durch Aushilfstätigkeiten in Spitzenorchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem Concertgebouw Orchestra Amsterdam, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem WDR-Sinfonieorchester, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, der Camerata Bern, dem Mahler Chamber Orchestra, dem Stuttgarter Kammerorchester, dem Ensemble Les Dissonances in Paris sowie dem Malaysian Philharmonic Orchestra.

Raphaël Schenkel erhielt seinen ersten Klarinettenunterricht im Alter von sieben Jahren bei Rudolf Mauz in Tübingen. Er studierte zunächst an der Folkwang Hochschule Essen bei Prof. Manfred Lindner, bevor er sein Studium an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin fortsetzte. Dort wurde er von Prof. Karl-Heinz Steffens (ehemaliger Soloklarinettist der Berliner Philharmoniker), Prof. Wenzel Fuchs (Soloklarinettist der Berliner Philharmoniker) und Prof. Ralf Forster (Soloklarinettist des Konzerthausorchesters Berlin) ausgebildet. In der Spielzeit 2005/06 war er Stipendiat der Orchesterakademie des Konzerthausorchesters Berlin, 2009/10 folgte ein Stipendium der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker.

Im Laufe seiner Karriere arbeitete er mit zahlreichen bedeutenden Dirigenten zusammen, darunter Mariss Jansons, Sir Simon Rattle, Daniel Barenboim, Alan Gilbert, Eliahu Inbal, Christian Thielemann, Sir Roger Norrington, Andris Nelsons, Pierre Boulez, Paavo Järvi, Kirill Petrenko, Iván Fischer, Riccardo Chailly, Gustavo Dudamel, Daniele Gatti und Valery Gergiev. Konzertreisen führten ihn durch ganz Europa sowie in die USA, nach Japan, Südkorea, Mexiko, Malaysia und China.

Neben seiner Orchestertätigkeit tritt Raphaël Schenkel regelmäßig als Solist sowie in verschiedenen Kammermusikformationen auf. Als leidenschaftlicher Kammermusiker musiziert er mit Künstlern wie Jaques Zoon, Wolfram Christ, Guy Braunstein, Caspar Frantz, Martin Klett, Alexander Lonquich, Patricia Kopatchinskaja, Stefan Arzberger, den Lucerne Festival Orchestra Soloists, den Mahler Chamber Orchestra Soloists, dem Amaryllis Quartett, dem Eliot Quartett und dem Quatuor Hermès. Zudem wirkt er bei zahlreichen Rundfunk- und Fernsehaufnahmen mit, unter anderem für SWR, WDR, BR, Deutschlandfunk und Arte.

Im Jahr 2012 gründete er das Festival Klang-Labor Hechingen, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, ein hochkarätiges Kammermusikfestival zu etablieren und gleichzeitig Kinder und Jugendliche im ländlichen Raum für Musik zu begeistern.

Seine pädagogische Tätigkeit begann er an der Hochschule für Künste in Bremen, wo er bis 2020 unterrichtete. Von 2019 bis 2021 war er zudem Dozent am Royal Northern College of Music in Manchester. Seit 2023 ist er Professor für Klarinette an der CODARTS University of Arts in Rotterdam. Darüber hinaus gibt er regelmäßig Meisterkurse in England, Spanien, Südkorea und China. Im August 2022 war er „Artist in Residence“ beim Festival Montafoner Resonanzen in Österreich.

Neben seiner künstlerischen Laufbahn absolvierte er 2025 ein Diploma of Advanced Studies in Arts and Administration an der Universität Zürich. Raphaël Schenkel ist zudem D’Addario Artist sowie Artist und Developer für Buffet Crampon in Paris.

 

Caspar Frantz (©Adam Markowski)

Caspar Frantz, gebürtiger Kieler, erhielt seine musikalische Ausbildung in der Solistenklasse von Prof. Matthias Kirschnereit an der HMT Rostock und im Kammermusikstudium bei Prof. Eberhard Feltz an der HfM „Hanns Eisler“, Berlin. Wegweisende Impulse für seinen musikalischen Werdegang erhielt Caspar Frantz zudem durch die intensive Zusammenarbeit mit Renate Kretschmar-Fischer, Elisabeth Leonskaja, Christoph Eschenbach, Andras Schiff, Ferenc Rados sowie György und Marta Kurtag.

Seit seinem Debüt beim Rheingau Musikfestival konzertiert Caspar Frantz im In- und Ausland, so etwa bei den Festivals in Ravinia, Septembre Musical Montreux, Festival de Pollenca, Beethovenfest Bonn, Semana da Europa Brasilia, Menuhin Festival Gstaad, IMS Prussia Cove und Festspiele Schwetzingen, beim Schleswig-Holstein Musik Festival und bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern.

Als Solist arbeitet er mit Orchestern wie der Polnischen Kammerphilharmonie, Bundesjugendorchester Deutschland, Neue Philharmonie Westfalen, Sinfonieorchester des MDR, Philharmonie Moldova Iasi, Kammerakademie Potsdam, Staatsorchester Brasilia und mit dem Berliner Solisten-Ensemble Kaleidoskop.

Neben der solistischen Tätigkeit hat die Kammermusik einen besonderen Stellenwert in der Arbeit von Caspar Frantz. Mit dem Cellisten Julian Arp bildet er seit über 20 Jahren ein preisgekröntes Duo (das Duo ist Preisträger des Mendelssohn-Wettbewerb, des Premio Vittorio Gui, Firenze, und des Deutschen Musikwettbewerbs), und auch Chloe Hanslip, Rainer Kussmaul, Sabine Meyer, das Quatuor Ardeo, das Vogler-Quartett sowie Anna Prohaska und Bryn Terfel gehören zu seinen Kammermusikpartnern.

Caspar Frantz war von 2009 bis 2013 – zusammen mit Julian Arp und dem Verleger und Autor Johannes CS Frank – künstlerischer Leiter des Festival Zeitkunst für zeitgenössische Literatur und Kammermusik, welches im Rahmen des Deutschland-Jahres in Berlin,  Rio de Janeiro, sowie im Pariser Centre George Pompidou durchgeführt wurde. Imzuge dieses Festivals hat Caspar Frantz Werke der Komponisten Samir Odeh-Tamimi, Sven-Ingo Koch und Sarah Nemtsov uraufgeführt. In einem Konzertzyklus auf Schloss Melschede brachte er darüber hinaus seit 2006 die Klaviersonaten Ludwig van Beethovens zur Aufführung. Zudem ist Caspar zuweilen als Juror bei internationalen Wettbewerben tätig, u.a. bei der Ishikawa Piano Competition und beim Bach-Wettbewerb Leipzig. All diese vielfältigen Erfahrungen gibt Caspar Frantz seit seiner Berufung im Frühjahr 2016 im Rahmen einer Professur für Klavier-Kammermusik an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig weiter.

 

KÜNSTLER

Jonathan Weigle, Violoncello
Raphaël Schenkel, Klarinette
Caspar Frantz, Klavier

Programm
Ludwig van Beethoven (1770-1827)

Trio B-Dur, op.11 „Gassenhauer-Trio"
für Klarinette, Violoncello und Klavier
1. Allegretto con brio
2. Adagio
3. Thema: Pria ch’io l’impegno. Allegretto-Allegro

Johannes Brahms (1833-1897)

Sonate e-Moll, op. 38
für Violoncello und Klavier
1. Allegro non troppo
2. Allegretto quasi Menuetto
3. Allegro

PAUSE

Robert Schumann (1810-1856)

Fantasiestücke op. 73
für Klarinette und Klavier
1. Zart und mit Ausdruck
2. Lebhaft leicht
3. Rasch und mit Feuer

Johannes Brahms (1833-1897)

Trio a-Moll, op. 144
für Klarinette, Violoncello und Klavier
1. Allegro
2. Adagio
3. Andantino grazioso
3. Allegro

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